19. März 2018: 65jähriges Ordensjubiläum von Schwester Andrea

Am 19. März, dem Fest des Heiligen Josefs, konnte unsere Schwester Maria Andrea auf 65 Ordensjahre in unserer Gemeinschaft zurückschauen.  Sie wurde 1934 als siebentes von neun Kindern geboren. Ihr Vater wurde im Februar 1945 von einem betrunkenen russischen Soldaten erschossen. Die Mutter mit ihren vielen Kindern blieb allein zurück, und es folgten sehr schwere Zeiten bis hin zur Vertreibung im Frühjahr 1946.

Im Jahr 1951 lernte sie die Schwestern in Goppeln kennen und trat im Mai 1952 als Postulantin bei uns ein. Zunächst arbeitete sie bei den Kindern und später nach der Ausbildung als Krankenschwester. In unserem Endbindungsheim St. Anna in Dresden war Schwester Andrea 20 Jahre in der Sorge um die Menschen tätig. Danach betreute sie älterer Menschen in unserem Altenheim in Goppeln in ihrem selbstlosen Dienst bis hin zur Pflege der eigenen Mitschwestern.

An ihrem Ehrentag feierte unser hochwürdigster Herr Bischof Heinrich Timmerevers mit uns den Festgottesdienst. In seiner Predigt sprach er davon, dass Gott mit jedem Menschen einen Plan hat. Einen Plan mit dem heiligen Josef, einen Plan mit Schwester Andrea. Es ist immer ein Plan SEINER Liebe. Vom heiligen Josef ist uns kein Wort überliefert, aber was er uns durch sein Leben sagt, ist stark. Er willigte in den Plan Gottes ein. Er versteht im Traum als Hörender den Plan Gottes und folgt ihm. Wir sollen auch Hörende sein. Immer fragen, was willst DU Gott von mir? Wozu rufst Du mich Gott? Josef hat gehört, erkannt und getan! Das ist auch unser Auftrag so zu handeln. Darin finden wir Frieden und sind glücklich.

Wir – ihre Mitschwestern, Verwandten und Freunde – schauen mit ihnen, liebe Schwester Andrea, heute in großer Dankbarkeit und Freude auf 65 Jahre zurück. Sie waren bereit ihr „Ja“ zu sagen und dafür gilt Gott für alle empfangenen Gnaden großer Dank und ihnen, die sie in seinem Plan eingewilligt haben.

Fotos vom Jubiläum unserer Schwester Maria Andrea